LD-Studie
Lenalidomid/Dexamethason bei Patienten mit akutem Myelom-induziertem Nierenversagen
Patienten:
Patienten ab 18 Jahren mit multiplem Myelom mit akutem Nierenversagen, welches durch die krankheitsspezifischen Eiweißablagerungen (Leichtketten) in der Niere verursacht ist.
Ziel:
Überprüfung der Wirksamkeit der Kombination von Lenalidomid (Revlimid®) und Dexamethason hinsichtlich
- Wiederherstellung der Nierenfunktion
- Ansprechen des multiplen Myeloms im Sinne einer Tumorreduktion
- Überlebenszeit
- Verträglichkeit der Therapiekombination
Therapie:
9 Zyklen zu je 28 Tagen:
Lenalidomid (oral): Tag 1-21 eines jeden Zyklus
Dexamethason (oral): während des 1. Zyklus: Tage 1-4, 9-12, 17-20, ab dem 2. Zyklus einmal wöchentlich
Hintergrund:
Lenalidomid ist strukturell verwandt mit Thalidomid und beeinflusst das Immunsystem. Es stimuliert bestimmte Zellen des Immunsystems (T Zellen) zur verbesserten Immunität gegen die Tumorzellen und zugleich hemmt es die Vermehrung der Tumorzellen. Dadurch wird auch die Produktion der die Nieren schädigenden Leichtketten gehemmt. Dexamethason ist ein künstlich hergestelltes Glukokortikoid mit entzündungshemmender Wirkung. In früheren Studien wurde gezeigt, dass die Kombination von Lenalidomid und Dexamethason wirksamer ist als eine Einzeltherapie. In dieser Studie wird speziell die Wirksamkeit hinsichtlich der Wiederherstellung der Nierenfunktion untersucht.
Studienablauf:
An dieser Studie nehmen (voraussichtlich) 11 Zentren in drei Ländern (Österreich, Tschechien, Slowakei) teil und es werden insgesamt 50 Patienten eingeschlossen. Die Gesamtstudiendauer beträgt 5 Jahre, die Behandlungsphase pro Patient dauert 9 Monate.
Kontakt:
Studienteam WSP/1.Med, erreichbar unter:
Tel. 01-49150-2119 bzw. per e-mail


